Prix Europa 2010

September 16, 2010

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August 23, 2010

„Ich hab gedacht, ich hätte immer alles richtig gemacht habe, aber anscheinend nicht! Aber wenn ich nicht so ein abgefuckter Optimist wäre, hätte ich schon längst aufgegeben.“

Andy (24 Jahre) arbeitet in der Altpapiersortierung, ein Knochenjob, um seine drei Kinder über Wasser zu halten. Als seine Freundin Brigitte das vierte Kind erwartet, spitzt sich die Situation der jungen Familie zu. Tochter Emily wird noch im Krankenhaus auf Weisung des Jugendamtes in eine Pflegefamilie gegeben. Den Eltern wird Überforderung und Kindeswohlgefährdung vorgeworfen. Die Familie bekommt die Auflage sich eine größere Wohnung zu suchen.

„Für mich gibt es kein normales Leben mehr ohne eine komplette Familie. Was mich am Meisten quält, wie erkläre ich es den Kindern, die haben mich schon gefragt: Papa kommen wir jetzt auch weg.“

Menschen hautnah Redaktion Enno Hungerland  | kamera britta wandaogo schnitt britta wandaogo gesa hollerbach  | wandaogo production 2008

une image d’ambition – BURKINA FASO 1997

August 23, 2010

Je suis africain. je n`ai pas besoin de le dire – on le voit!
Et je dit – l’africain – c´est un homme d´esprit.
L´afrique, sa force se trouve dans son esprit.
Quelque-soit les difficultées qu´il vit- quand il vit dans son esprit,
il resiste toujours a`ces difficultes.

Ich bin Afrikaner. Ich brauch es nicht zu sagen – man sieht es!
Und ich sage der Afrikaner ist ein Mensch des Geistes.
Afrikas Stärke befindet sich im Geiste.
Egal in welchen Schwierigkeiten jemand lebt,
wenn er in seinem Geiste lebt, wird er sie überwinden.

19. dokumentART

July 30, 2010

19. dokumentART 08. – 13.10.2010
European Film Festival for Documentaries dokumentART
Europäisches Dokumentarfilmfestival dokumentART
Europejski Festiwal Filmów Dokumentalnych dokumentART


Screenings  Wettbewerbsblock 8 Ohne mein viertes Kind

Neubrandenburg            12.10.2010   17 Uhr

Szczecin                         11.10.2010   20 Uhr

burkina faso

June 26, 2010

Ohne mein viertes Kind | 45min. WDR 2009

April 28, 2010


Ohne mein viertes Kind |45min. WDR 2009 || Ausschnitt
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Ohne mein viertes Kind |45min. WDR 2009 || Ausschnitt

33. DUISBURGER FILMWOCHE    Diskussionsprotokoll  No. 12

Podium: (Regie) Britta Wandaogo  (Moderation) Andrea Reiter

Für Andrea Reiter ist Britta Wandaogo ein intensives Portrait in großer Nähe zum Protagonisten gelungen, das von Andys Bemühungen erzählt, die Familie zusammen zu halten, und gleichzeitig auch die Institutionen beschreibt, die eingreifen. Prozesse werden dargestellt, nicht gewertet. Wandaogo hat bereits 2007 einen Film mit Andy gedreht (1200 brutto), in dem es im Kern um seine Arbeit in der Altpapierpresse ging. Die Entscheidung des Jugendamtes, das vierte, gerade geborene Kind in eine Pflegefamilie zu geben, war damals neu und überraschend. Ohne mein viertes Kind zeigt für Reiter die Odyssee der Familie und Andy, der am Glauben und an der Hoffnung festhält, dass die Familie wieder zusammenkommt. Seine Freundin Brigitte ist für ihn dabei keine Stütze, so Wandaogo. Er ergreife beim Jugendamt das Wort, sie habe nicht die Kraft dazu, funktioniere gerade mal für sich selbst. Brigitte, so Andrea Reiter, wird als die „abwesende Anwesende“ gezeigt. Zufällige Momente des Begleitens, aber auch bedachte Momente, wie z.B. Andy im leeren Zimmer der neuen Wohnung zu zeigen, der Umgang mit Raum, die besondere Bedeutung, die er durch die Kamera bekommt, machen für Andrea Reiter den Film aus. Wandaogos Arbeitsweise beruht einerseits auf ihrer Intuition und dem, wie sie sagt, glücklichen Umstand, dass Andy seine Gedanken laut vor der Kamera ausspricht.

Vertrauen ist für die Regisseurin eine weitere wichtige Voraussetzung für ihre Arbeit. Sie geht nicht agierend an ihre Protagonisten heran, kann sich so auf die Kamera konzentrieren.

FIRST LOOK |||| Ausschnitt 1997

April 28, 2010

First Look

ein Dokumentarfilm von Britta Wandaogo 1997

„Britta Wandaogo verbindet mit ihrer Filmarbeit ein persönliches Anliegen: Sie will dem Zuschauer einen direkten, nicht durch moralische Vorgaben verstellten Blick auf das Alltagsleben Drogenabhängiger ermöglichen. Keine versteckte Moral, die Bilder meinen genau das was sie zeigen.(…) Einen Monat lang beobachtet sie ein drogenabhängiges Pärchen beim Versuch des kalten Entzugs. Die Kamera ist immer ganz dicht, am Esstisch, in der Badewanne, vor dem Bett. Britta Wandaogo sucht den direkten Kontakt ohne voyeuristischen Blick. Sie nimmt die Menschen ernst. Das Leben vor der Kamera ist nicht inszeniert, Liebe, Hoffnungslosigkeit und Zusammenbruch passieren. (…) Die Montage nutzt die Regisseurin in beeindruckender Weise, um Entwicklungen und Gefühle und lebensnotwendige Ritualisierungen zu verdichten, fast körperlich erfahrbar zu machen. Sie schafft einen Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Ihr intuitiver Umgang, die eigenwillige Videoästhetik und die Leichtigkeit ihrer Erzählweise hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck“

Filmpreis NRW [ Auszug aus der Laudatio Förderpreis für Kamera und Regie des Bundesministeriums ]

commune de tenkodogo

March 6, 2010

La vie est comme le derrière de la poule : tantôt il sort des œufs, tantôt il sort de la fiente. ( Burkina Faso)




LaDoc Gala Lecture 2010

January 24, 2010

agnes varda gala lecture LaDoc (7)


Das Filmnetzwerk LaDOC präsentiert in der Jubiläumsstaffel

die Grande Dame des französischen Kinos.

Agnès Varda Special 17. Januar 2010 in Köln

Duisburger Filmwoche 5. Nov. um 12.30

October 6, 2009

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Ohne mein viertes Kind

Ich lernte Andy an der Presse in einer kleinen Altpapierfabrik kennen. Zuhause warteten seine schwangere Freundin Brigitte und drei Kinder auf ihn. Andy, mit seinen damals zweiundzwanzig Jahren trug die Verantwortung für die komplette Familie. Als das vierte Kind Emily geboren wird, schaltet das Krankenhaus kurz nach der Geburt das Jugendamt ein. Emily wird in eine Pflegefamilie gegeben und die anderen Kinder stehen unter der Aufsicht des Jugendamtes. > An dieser Stelle setzt der Film an.


Wie überlebt man als Familie ohne sein viertes Kind? Andy ist in seinem Leben durch einige Höhen und Tiefen gegangen, schocken kann ihn so leicht nichts mehr. Trotz aller Widerstände versucht er Ordnung ins familiäre Chaos zu bringen.

„Für mich gibt es kein normales Leben mehr ohne eine komplette Familie. Ich hab gedacht, ich hätte immer alles richtig gemacht, aber anscheinend nicht! Aber wenn ich nicht so ein abgefuckter Optimist wäre, hätte ich schon längst aufgegeben.“


Im Falle von Andy existiert kein eindeutiges Richtig oder Falsch. Seine Maxime ist, sich selbst nicht aufzugeben. Ein Wechselbad in dem Gefühle, Hoffnungen und Verwirrungen manchmal viel zu dicht beieinander liegen.

link :   33. duisburger filmwoche vom 2. Nov. – 8. nov 09


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